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Fotos: DNT Weimar

 

THE COLONEL BIRD 

Christo Boytchev

 

Deutsches Nationaltheater in Weimar
Premiere 31.03. 2001
Aufführungsdauer 1:45 h

 

Regie: Grażyna Kania

Bühne: Matthias Schaller

Kostüme: Elina Schnizler

Musikcollage: Grażyna Kania

Dramaturgie: Sybille Trłster

 

BESETZUNG:

STEPHAN ZIMMERMANN Doktor, ECKART VON DER TRENCK Der Fahrer/Kiro, DETLEF HEINTZE Fetisov, BERND LANGE Hatcho, FELIX RECH Matej, HAGEN OECHEL Davud, ESTHER RÖLZ Pepa​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

 

PRESSE

THÜRINGER LANDESZEITUNG, 3. 04. 2001 

Die vergessenen Brüder 

Sylvia Obst 

(...) Es gehört Mut dazu, eine solche Satire, die sich unseren Erwartungen und Erfahrungen widersetzt, auf die Bühne zu bringen und zudem eine junge polnische Regieabsolventin mit dem Experiment zu betrauen. Grazyna Kania lässt den Arzt die Geschichte rekapitulieren, nutzt den Bläsersound einer Zigeunerkapelle als Leitmotiv immer rasanter wechselnde Szenen und spart nicht an humoristisch-sarkastischen Einlagen. Dabei kann sie sich auf hoch motivierte Darsteller verlassen, die oftmals deutlich besser sind als ihre Rollen und selbst dort, wo der Text hinter der Partitur zurückbleibt, für dramatische Paukenschläge sorgen. 
(...) Matthias Schaller hat die E-Werkbühne in einen Schlafsaal verwandelt und die hohen Rundfenster von Klostersäulen umrahmt. Dazwischen bleibt noch genug Raum zum Toben und Exerzieren. 

 

DIE WELT, 3. 04. 2001
Kriegs- Groteske "The Colonel Bird" von Christo Boytchev 

Doch, was im Studio e-werk des Weimarer Nationaltheaters in Grazyna Kanias genauer Regie als präzise komische Irren-Satire anfängt schlägt um in eine Kriegs-Groteske. Da bringt ein gebrülltes Kommando den stummen Fetisov (Detlef Heintze) zum Marschieren, in verirrten Uno-Hilfspaketen finden sich außer Essen auch Uniformen. Und so exerziert die seltsame Truppe, bis sie als UN-Soldaten durchgehen und bis Straßburg durchkommen wollen. Auch hier hält Kanias Uraufführung immer den richtigen Ton. Keinen Moment besteht die Gefahr, in die Militärklamotte zu rutschen; Figuren mit Schicksalen, nicht Klischees sind zu sehen. Aber auch keine trockene Abhandlung; mal melancholische, mal jazzige Musik gibt Tempo und Farbe und noch die Umbauten (durch die Schauspieler) sind perfekt choreographiert – Kania stellt, wie Boytchev, die Frage, wer die Normalen und wer die Verrückten sind deutlich, doch ohne Zeigefinger.

 
 

musik

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